www.oesterreich-reisefuehrer.info
Startseite Kontakt

IHR REISEFÜHRER FÜR ÖSTERREICH


Sankt Pölten


Sankt Pölten, die Landeshauptstadt von Niederösterreich, hat 51.071 Einwohner. Wunderschön gelegen zwischen Wachau und den Voralpen. Die Stadt Pölten kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Sie war bereits seit der Jungsteinzeit besiedelt, zahlreiche Fundstücke bei Ausgrabungen unter anderem auf dem Gebiet des ehemaligen Sankt Hippolytus Stiftes und am Rathausplatz beweist dies. Der Name der Stadt sowie des Klosters gehen auf den heiligen Hippolytus, einer der wichtigsten Kirchenlehrer der damaligen Zeit, zurück.

 

Im 13. Jahrhundert wurde die Stadt erweitert und von einer Stadtmauer umgeben, so konnte in den Jahren 1529 und 1683 die Stadt vor den Türken geschützt werden. Reste der alten Stadtmauer sind heute noch zu sehen. Dem österreichischen Architekten Jakob Prandtauer und seinem Schüler Joseph Munggenast sind die, im 17. und 18. Jahrhundert entstandenen, wunderbaren barocken Bauwerke bzw. Fassaden zu verdanken. Durch sie wurde die Stadt Inbegriff barocker Baukunst.

 

 

 

Dank umsichtiger Instandsetzungsarbeiten an den, durch den 2. Weltkrieg stark zerstörten Gebäuden, erstrahlen der Dom, das Rathaus, das Institut der Englischen Fräulein sowie die Adelspaläste und Bürgerhäuser in ihrer ursprünglichen Pracht. Das Innere des Dom besticht unter anderem durch seine prächtige Kanzel und der Orgel aus dem Jahr 1722. Der Kreuzgang und der Innenhof sind Orte, die Ruhe und Beschaulichkeit ausstrahlen.


Im 18. Jahrhundert wurde Sankt Pölten zum kirchlichen Zentrum, insgesamt sechs Klöster gab es in der nur 29 Hektar großen Stadt. 1785 wurde die Stadt zum Bischofssitz bestimmt, Johann Heinrich von Kerens war der erste Bischof. Klaus Küng wurde der 17. Bischof der Diözese Sankt Pölten nachdem Kurt Krenn, seit 1991 amtierender Bischof, am 20.09.2004


wegen unglaublicher Vorfälle im Priesterseminar, seinen Rücktritt einreichte.
Sankt Pölten entwickelte sich Mitte des 19. Jahrhunderts zur Industriestadt. Durch Großbetriebe wie die Maschinenfabrik Voith, die Papierfabrik Salzer und die Glanzstoff-Fabrik wurden Arbeitsplätze geschaffen. Die Einwohnerzahl stieg in dieser Zeit um das Fünffache.

 

Die Maschinenfabrik Voith, ein deutsches Unternehmen, existiert heute noch und konnte vor längerer Zeit sein 100 jähriges Bestehen feiern. Die Papierfabrik wird durch die Familie Salzer, in nunmehr achter Generation, weitergeführt. Sie ist damit der älteste Standort in Europa, an dem Papier hergestellt wird. Die Glanzstofffabrik beschäftigt heute noch 485 Mitarbeiter.
1972 hatte Sankt Pölten durch die Eingemeindung verschiedener Ortschaften bereits über 50.000 Einwohner.


1982 wurde Sankt Pölten Landeshauptstadt und entwickelte sich zum wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum Niederösterreichs, seit 1997 Sitz der Niederösterreichischen Landesregierung. Zuvor von Wien aus regiert, brauchte die Stadt nun ein Regierungsviertel und es wurde großflächig angelegt. Am Ufer der Traisen steht das Landhaus mit seiner übermächtigen und außergewöhnlichen Form.
Im angrenzenden Kulturbezirk sind unter anderem der Klangturm, das Festspielhaus, das Landesarchiv, die Bibliothek und das Landesmuseum zu finden. Das Wahrzeichen des Kulturbezirkes ist der 67 m hohe Klangturm. Ein Bauwerk aus Stahl und Glas, entworfen vom Architekten E. Hoffmann. Besucher können hier den verschiedensten Klängen lauschen oder die herrliche Aussicht genießen.

 

Das Festspielhaus, ein architektonisches Highlight, wurde von dem Architekten K. Kada entworfen. Namhafte Ballettgruppen aus aller Welt, von klassisch bis modern, sowie internationale Orchester und Solisten gastieren hier. Die Identität des Hauses wird wesentlich vom Symphonieorchester des Landes bestimmt.

 

 


Das Landesmuseum, vom Stararchitekten H. Hollein entworfen, ist ebenfalls ein architektonisches Meisterwerk. In diesem Gebäude wird auf einmalige Weise Geschichte, Natur und Kunst miteinander vereint. Im ersten 3-D-Kino Österreichs kann man sich mit der Geschichte des Landes vertraut machen. Auf mehreren Etagen wird die Tier- und Pflanzenwelt des niederösterreichischen Gebietes anschaulich dargestellt. Die Bedeutung des Wassers für die verschiedenen Tierarten wird durch riesige Aquarien vermittelt. Im Bereich der Kunstsammlungen sind Arbeiten österreichischer Künstler, darunter viele aus Niederösterreich, vom Mittelalter bis zu Gegenwart, ausgestellt.


Mit seinen Grünflächen und Naherholungsgebieten, die bis ins Stadtzentrum reichen, rangiert Sankt Pölten mit insgesamt 363.500 m² an der Spitze aller Städte Österreichs. Entlang der Traisen, ein Fluss der mitten durch die Stadt fließt, entstanden wundervolle Auenlandschaften. Das gesamte Gebiet um den Ratzendorfer See, den Viehofner See und dem Flussufer, ein Naturparadies inmitten der Stadt, dient nicht nur der Erholung und Entspannung, es gibt auch viele Freizeitangebote. Der Stadtwald, der Südpark und der Sparkassenpark sind ebenfalls grüne Oasen inmitten der lebhaften Stadt.

 

 


© Österreich - Das Land der Berge! Impressum oer1 oer2 oer3 oer4