Innsbruck - eine Stadt mit Geschichte
Innsbruck, die Landeshauptstadt von Tirol, ist mit 116000 Einwohnern die fünftgrößte Stadt Österreichs. Wer sich für einen Besuch entscheidet, bekommt schon bei der Ankunft einen Einblick in die Ausdehnung des Stadtgebiets. Sie liegt im Inntal, umrahmt von einer eindrucksvollen Berglandschaft mit mehreren Zweitausendern und vom Inn durchflossen.
Innsbruck kann auf eine lange Geschichte zurückblicken, denn die ersten Besiedlungsspuren stammen aus der Jungsteinzeit. Seit rund 3000 Jahren ist das Stadtgebiet ständig bewohnt. Vor allem die Römer, die Familie der Habsburger und Ordensleute des Stift Wilten haben zur Stadtentwicklung beigetragen. Seinen Namen verdankt die Stadt der lateinischen Bezeichnung "Oeni Pons" (zu deutsch: Inn-Brücke). Seit dem ausgehenden 11. Jahrhundert besitzt Innsbruck das Stadtrecht, was zum wirtschaftlichen Aufschwung beitrug.
Innsbruck ist vielen Touristen vor allem durch die Tatsache bekannt, dass die Stadt schon zweimal (1964 und 1976) Austragungsort der Olympischen Winterspiele war. Eines der Wahrzeichen der Stadt ist deshalb die Bergiselschanze. Auf sie hat der Reisende einen guten Blick, wenn er auf der Brenner-Autobahn Richtung Süden unterwegs ist. 2001 ist sie nach Plänen einer irakischen Architektin neu errichtet worden. Bereits seit 1952 ist Innsbruck auch einer der Austragungsorte der Vierschanzentournee.
Wer in Innsbruck seinen Urlaub verbringt, der kann viel interessantes entdecken. Denn die Stadt bietet eine reiche Auswahl an bedeutenden Sehenswürdigkeiten. Am bekanntesten ist wohl das mitten in der Altstadt zu bewundernde "Goldene Dachl" ein mit 2.657 feuervergoldeten Kupferschindeln bedeckter Prunkerker. Sehenswert ist auch das Helblinghaus, ein prunkvolles Gebäude, das mit seinen fantastischen Stuckarbeiten im Rokkoko-Stil jeden Besucher zum Verweilen einlädt.
Der religiös Interessierte sollte dem Dom St. Jakob einen Besuch abstatten. Der Bischofssitz wurde zwar im zweiten Weltkrieg stark beschädigt, erstrahlt heute aber in neuem Glanz und beeindruckt mit seiner wunderschönen Kanzel, einzigartigen Deckenfresken und dem berühmten Mariahilfbild von Lukas Cranach d.Ä. Sehenswert sind auch die Jesuitenkirche und die Basilika des Stifts Wilten.
Für Freunde der Geschichte lohnt sich ein Spaziergang zum alten Zeughaus. Dieses Bauwerk diente früher als Waffenlager und galt als das größte seiner Art in ganz Europa. Heute beherbergt es das landeskundliche Museum. Auch die Hofburg sollte der Innsbruck-Besucher gesehen haben. Dieser 1754 unter Kaiserin Maria Theresia erbaute Prachtbau besticht vor allem durch seinen zentral gelegenen Saal mit wertvollen Gemälden. Die Kaiserin ließ auch die Triumphpforte an der Stadtgrenze errichten.
Wer einen hervorragenden Blick über die gesamte Stadt genießen möchte, dem sei das historische Rathaus mit seinem 57m hohen Turm empfohlen.
Wer von seinem Stadtrundgang ausruhen möchte, der kann in den Hofgarten gehen. Im dazugehörigen Musikpavillon finden im Sommer kleine Konzerte statt. Aber auch das Palmenhaus ist interessant. Hier erwarten den Besucher 1700 verschiedene Pflanzen- und Palmenarten, die manchmal auch als Kulisse für Ausstellungen dienen. Für Tierfreunde ist auch der in Innsbruck beheimatete Alpenzoo mit seiner Vielzahl verschiedener Tierarten ein Tipp.
Wer gern ins Theater geht oder Konzerte besucht, für den hält die Stadt das ganze Jahr über interessante und hochkarätige Veranstaltungen bereit, z.B. die Innsbucker Festwochen der alten Musik oder die Ambraser Schlosskonzerte.
Wer im Winter nach Innsbruck reist, der kann von der Stadt aus in eines der nahegelegenen Skigebiete aufbrechen und wird dort anspruchsvolle Pisten finden, die es zu bewältigen gilt.
Innsbruck ist also für jeden eine Reise wert. Über eine Million Übernachtungen im Jahr machen deutlich, dass diese Stadt in Österreich für jeden etwas zu bieten hat.
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