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Graz - Stadt der Kunst, der Kultur und einer sensationellen Altstadt
Die Landeshauptstadt der Steiermark hat so viele bedeutende Persönlichkeiten hervorgebracht. Es sind Politiker, Sportler, Wissenschaftler, aber vor allem bedeutende Künstler der verschiedensten Kategorien. Und deshalb wundert es nicht, dass Graz eine kulturelle Vorzeigestadt ist.
So fiel im Jahre 2003 auch die Entscheidung, dass Graz zur europäischen Kulturhauptstadt gemacht wurde, nicht schwer. Die „Unesco“ ernannte die historische Altstadt von Graz gar zum Weltkulturerbe. So wurde die Stadt zu einem echten Konkurrenten Wiens, aber mit einem Unterschied: Alles ist viel übersichtlicher, kompakter und auch gemütlicher und doch spektakulärer.
„Als der Teufel den Grazern versprach, er wolle den Schlossberg noch höher machen, im Tausch gegen die Seele des Menschen, der ihn dann als erster besteigt. Als er dann an einem Ostersonntag mit einem riesigen Felsbrocken auf dem Rücken über Graz flog, sah er unter sich eine Prozession.
Jetzt hatte er keine Macht mehr über die Menschen unter sich. Er war deshalb so wütend, dass er den Felsen mitten in die Stadt warf, wo dieser in zwei Teile zerbrach. Dies ist der Grund, warum Graz heute zwei Berge hat: Der größere Teil des Felsen wurde zum Schlossberg, der kleinere Kalvarienberg.“ So die Sage. Ein Berg mitten in der Stadt, ein „Geschenk des Teufels“?
Heute ist der Schlossberg der innerstädtische Erholungsraum für die fast 250.000 Einwohner. Schon 1894 legte die Stadt Wert darauf, ihre Bürger bequem und ohne große Anstrengungen auf den Berg zu bringen – man baute die Schlossbergbahn mit einer 60-Prozent-Steigung hinauf zum Schlossberg-Plateau. Heute nehmen die Fahrgäste in modernen Panorama-Gondeln Platz.
Auf dem Plateau selbst kann der Besucher auf Entdeckungsreise gehen. Folgt man der Empfehlung auch die „Liesl“ zu besuchen, dann sieht man die größte Grazer Glocke aus dem 16. Jahrhundert im 34 Meter hohen Glockenturm hängen. Er ist das Grazer Wahrzeichen. 1809 mussten die Grazer einen großen Geldbetrag an Napoleon bezahlen, um die Zerstörung des fast 30 Meter hohen Uhrturms zu verhindern. Ein gewisser Freiherr von Welden verwandelte drei Jahrzehnte später den Grazer Festungshügel in einen romantischen Park mit südländischen Pflanzen. Der Park ist heute nahezu unverändert.
Doch das lebendige Zentrum der Stadt ist der mittelalterliche „Hauptplatz“.
Hier steht das grandiose Rathaus, alle bedeutenden Straßen münden in diesen Platz, alle Straßenbahnen halten hier, und in der Mitte das Erzherzog-Johann-Denkmal, mit Imbissbuden, die eine Grazer Spezialität anbieten, die Krainer Würstel. Von hier aus starten die Stadtführungen, die besonders um die Weihnachtszeit etwas ganz Besonderes bieten. Graz versprüht um diese Zeit seinen ganzen Charme, mit einem historischen Weihnachtsmarkt und einer Stadtbeleuchtung, die der Stadt ein romantisches Gesicht verleiht.
Der Winter ist auch die Zeit, wo man sich ohne großes Gedränge in über 60 Museen und Galerien umsehen kann, das erfordert eine Vorauswahl. Herausragend die „Alte Galerie“ mit Exponaten italienischer, flämischer und österreichischer Maler des Barock im Schloss Eggenberg, kurios das „Kriminalmuseum“, spannend das „Museum der Wahrnehmung“, technisch das „Luftfahrtmuseum, und für Kinder das „Kindermuseum“ sowie das „Spielzeugmuseum“, um nur einige zu nennen.
Durch die schmalen Gässchen der Altstadt zu schlendern, sich die hübschen kleinen Läden anzuschauen, sich in der Sonne eine „Melange“ in einem der Straßencafés zu bestellen und dem bunten Treiben zuzusehen, das ist der Sommer in Graz. Dann fährt die Stadt immer ein großes kulturelles Angebot auf: Freiluftkonzerte, von klassischer Musik bis zu hartem Rock, keine Musikrichtung wird vernachlässigt. Dann sind die vielen Brunnen der Stadt geschmückt, und in der Tat erlebt man im Sommer ein vor Lebenslust sprühendes Graz.
Doch eines sollte der Besucher nicht vergessen: Graz verfügt über mit die beste Gastronomie in Österreich. Spitzenköche zelebrieren einheimische Spezialitäten auf höchstem Niveau, beispielhaft ist der „Tafelspitz“, aber auch die anderen Restaurants wissen, was die Gäste der Stadt kulinarisch erwarten.
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