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Eisenstadt im Burgenland


Eisenstadt ist die Hauptstadt des österreichischen Bundeslandes Burgenland und zugleich auch das kulturelle Zentrum dieser Gegend. Die Nähe zu Ungarn und Wien sind Grundlage für die auf lange Zeiträume ausdehnende gemeinsame Geschichte des Burgenlands mit Ungarn und der Stadt Wien.

 

Dies ist alleine schon dadurch deutlich sichtbar, dass viele noch erhaltene Bauten der Altstadt durch das ungarische Grafengeschlecht Esterhazy errichtet wurden. Diese waren aber auch gleichzeitig treue Vasallen des österreichischen Kaisers und deshalb siedelten in Eisenstadt auch immer mehrheitlich deutschsprechende Siedler.

 

 

 

Der prominenteste, zeitweilige Bewohner Eisenstadt´s war in den 60er Jahren des 18. Jahrhunderts der berühmte österreichische Komponist Joseph Haydn, der damals Hofkapellmeister bei den Esterhazys war, bevor er in das nahe Wien umzog und dort schließlich Karriere machte. Etwa 70 Jahre zuvor diente Eisenstadt auch als neue Heimat für etwa 3.000 Juden, welche zuvor aus Wien vertrieben wurden. Dies bewirkte auch, dass Eisenstadt eine gewisse Blüte in Sachen Handwerkskunst und Handel erlebte. Das konnte im Wesentlichen auch nicht die französische Besatzung im Rahmen der Expansionspolitik Napoleons Anfang des 19. Jahrhunderts und die Zeit des Nationalsozialismus unterbinden.


Heute ist Eisenstadt eine etwa 13.000 Einwohner zählende Stadt mit einer guten Infrastruktur und einem sehr lebhaften Fremdenverkehr. Der Tourismus stützt sich vor allem auf die im Stadtgebiet vorhandenen Sehenswürdigkeiten aus mehreren Epochen der Menschheit, aber auch auf die Nähe des Neusiedler Sees, der als Badesee, Wassersportterrain und Kleinod für Naturfreunde sehr beliebt ist.
Eine der Hauptsehenswürdigkeiten Eisenstadt´s ist das Schloss Esterhazy.

 

Es stammt in seiner heutigen Form aus dem 17. Jahrhundert. Die ungarische Adelsfamilie kaufte von den Habsburgern das Gelände ab und baute die seit dem 13. Jahrhundert dort bestehende Burg zu dem bis heute erhaltenen Schloss um. Die wunderschönen Schlossgärten entstammen ebenfalls der Idee der Esterhazys und wurden im 18. Jahrhundert in die Tat umgesetzt.


Das Innere des Schlosses bietet den Besuchern eine typische Schlosseinrichtung aus dem 18. Jahrhundert. Der berühmte Haydnsaal erinnert auf die lange Tätigkeit des großen Komponisten im Dienste der Familie Esterhazy.
Die Gloriette, das Jagdschloss der Fürsten von Esterhazy, ist ebenfalls eine touristische Sehenswürdigkeit Eisenstadt´s. Dort ging der Fürst, häufig auch mit seinem Herren dem österreichischen Kaiser, zur Jagd.

 

 


Die alte Synagoge der jüdischen Gemeinde in Eisenstadt, der aus dem Mittelalter stammende Pulverturm und das im klassischen Barocken Baustil errichtete Rathaus sind ebenfalls sehr bekannte Sehenswürdigkeiten Eisenstadt´s.
Die häufig Hadyn-Kirche genannte Bergkirche ist in einem kleinen Hügel hineingebaut. Oberhalb dieses Gotteshauses, auf dem Kalvarienberg, besteht eine herrliche Aussicht auf ganz Eisenstadt und dem Umland. In dieser Kirche befindet sich auch das Mausoleum des großen Komponisten Haydn.
Auch die alte Domkirche, welche auf die einstige Bedeutung der Stadt als Bischofssitz hinweißt, ist sehr sehenswert.


In Eisenstadt befinden sich zudem auch eine große Anzahl an Museen. Das Landesmuseum des Landes Burgenland mit einer interessanten Ausstellung über die Geschichte des Burgenlands, das Haydnmuseum mit einer Ausstellung über den berühmten Komponisten der Wiener Klassik, das Diözesanmuseum mit interessanten Stücken über die Geschichte des Bistums Eisenstadt, das österreichische Jüdische Museum mit einer Präsentation über das Jüdische Leben in Eisenstadt, sowie das Feuerwehrmuseum mit einer Sammlung alter Feuerwehrgeräte, geben den Besucher einen sehr lebendigen Einblick über Kultur und Geschichte Eisenstadt´s.


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