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Der Wörthersee


Der Wörthersee ist das größte Gewässer des österreichischen Bundeslandes Kärnten und einer der wärmsten Seen der Alpen. Auf einer Meereshöhe von 439 Metern, umschlossen von den Hügelketten des Klagenfurter Beckens, erreicht er eine Ost-West Ausdehnung von 16,5 Kilometern und eine maximale Tiefe von 85 Metern.

 

Auf Grund seiner windgeschützten Lage gehört er zu den wenigen Seen in Österreich, welche sich in den Sommermonaten auf 25 Grad erwärmen. Der Name des Sees lässt sich auf eine mittelhochdeutsche Ableitung des Wortes "Werd" für Insel zurückführen. Die Bezeichnung Werdersee hatte bis ins 19. Jahrhundert Bestand.

 



Die Entstehung des beliebten österreichischen Badesees geht auf eine Sage zurück, welche von einer prächtigen Stadt erzählt. Ihre Einwohner waren reich und unersättlich, Buße und Einkehr waren ihnen fremd. Als ein kleines eisgraues Männlein sie auf Grund des bevorstehenden Osterfestes dazu anhalten wollte, erntete es nur bösen Spott. Die Rache folgte um Mitternacht, alle Lichter gingen aus und aus dem Weinfass des Männchens begann sich der Wörthersee zu ergießen und alles Leben unter sich zu begraben. Der Mandl-Brunnen in der Klagenfurter Kramergasse setzt der Legende ein Denkmal.

 

Wörthersee in Österreich

 

Der Tourismus begann am Wörthersee früh Einzug zu halten. 1864 wurde Klagenfurt an das Eisenbahnnetz angeschlossen und die wohlhabenden Wiener Bürger erkoren sich den See als Sommerresidenz, zudem kreierten sie mit der "Wörthersee Architektur" einen eigenen Baustil. Besonders verdient machte sich hierbei der Wiener Architekt Franz Baumgartner. An seinem Reißbrett entstanden die Villa Almrausch in Pörtschach und das Klagenfurter Künstlerhaus. Bereits 1853 wurde der Grundstein für die Schifffahrt auf dem Wörthersee gelegt. Das Dampfschiff "Maria Wörth" schipperte zweimal täglich von Velden nach Klagenfurt und zurück.

Klagenfurt ist die Hauptstadt des Bundeslandes Kärnten und erstreckt sich am Ostufer des Wörthersees. Mittelpunkt der Stadt ist der Neue Platz mit dem Wahrzeichen Klagenfurts, dem Lindwurmbrunnen, dessen schaurige Sagengestalt einst von mutigen Männern zur Strecke gebracht wurde. Der Kärntner Landtag residiert im 1581 erbauten Landhaus, dessen prunkvoller Wappensaal mit 665 Wappen der Landstände geschmückt ist.

 

Ältestes Gebäude Klagenfurts ist das Haus zur Goldenen Gans, unter schattigen Arkaden kann man heute hier genüsslich schlemmen. Der Wörthersee vereint sich in Klagenfurt zusammen mit Europapark und Minimundus zu einem Ensemble der Erholung. In dem Freizeitpark sind 160 der bekanntesten Bauwerke der Welt im Maßstab 1:25 zu bestaunen. Vielfältige Freizeitmöglichkeiten bietet auch das stadtnahe Kreuzbergl. Fitnessliebhaber können ihre Kräfte auf einem entsprechenden Parcours messen, Naturfreunde im Botanischen Garten die Nationalblume Wulfenia bestaunen und Verliebte im Planetarium ihre Sterne deuten.

 

 

Der Wörthersee am Bodensee

 

 

In Velden an der Westbucht entstand 1864 die erste Badeanstalt Österreichs. Das Schloss machte Karierre als Lustschloss, Altersruhesitz, Fernsehkulisse und Luxushotel. Am "Kaiserbrunnen" stillen müde Wanderer seit Jahrhunderten ihren Durst mit frischem Quellwasser.

Auf einer Halbinsel am Südufer des Wörthersees liegt das malerische Maria Wörth. Über dem Ort erhebt sich die Stiftskirche des Heiligen Primus und Felician, einstiger Mittelpunkt des Bistums Freising. Mit 350 000 Übernachtungen jährlich zählt Maria Wörth zu den Touristenmagneten am Wörthersee.

 



Die Burg Reifnitz umspannte zu früherer Zeit nahezu das gesamte Südufer des Wörthersees. Reste der Befestigungsanlage zeugen von der einstigen Mächtigkeit. Unter dem Burgfelsen befindet sich der Hexenstein, eine uralte heidnische Kultstätte. Neueren Datums ist das steinerne Golf GTI Denkmal, es erinnert an die jährlich stattfindende "Wörtherseetour".

Der Kurort Pötschach setzt auf sanften Tourismus im Einklang mit der Natur. Im Ortskern befinden sich die besterhaltensten Seevillen Kärntens. Zwei Seezugänge stehen Wasserratten kostenlos zur Verfügung. Radeln, Tennis, Reiten, Segeln und Tauchen komplettieren das Freizeitangebot des Ortes.

Techelsberg wurde 1319 erstmals urkundlich erwähnt. Mit dem Tschachonigkreuz befindet sich hier der bedeutendste Bildstock Kärntens. Liebhaberpreise erzielt der Pörtschacher Marmor, einmalig ist seine weiß rosa Maserung. Eine weitere Sehenswürdigkeit am Nordufer ist der Gletschertopf, durch Schmelzwasser der Eiszeit geformt.


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