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Der Stephansdom in Wien


Der Stephansdom in Wien, von den Wienern auch oft einfach nur liebevoll Steffl genannt, ist ein in den Ursprüngen aus dem 12. Jahrhundert stammender Kirchenbau in Wien. Er steht im Bezirk Innere Stadt am sogenannten Stephansplatz. Er ist Hauptkirche des österreichischen Erzbistums Wien und zudem das besterhaltene Bauwerk gotischer, teilweise auch romanischer Baukunst, auf österreichischen Boden.


Der Stephansdom in Wien hat eine Länge von insgesamt 107 Metern und eine Breite von etwa 34 Metern. Er Besitz insgesamt vier Türme. Der höchste davon ist der knapp 137 Meter hohe Südturm. Der gegenüberliegende Nordturm sollte eigentlich gleich hoch werden, wurde jedoch aus unbekannten Gründen nie fertig gestellt. So mißt er heute nur 68 Meter.

 

Stephansdom in Wien

 

Die am Kirchenschiff befindlichen sogenannten Heidentürme sind im Gegensatz sehen im Gegensatz des markanten Südturms eher bescheiden aus. Sie sind auch "nur" etwa 65 Meter hoch und flankieren den Haupteingang dieses gewaltigen Gotteshauses.

 

 

 

Da der Stephansdom in Wien, also somit in der Residenz der Habsburger liegt, verfügten diese im 19. Jahrhundert dass in ganz Österreich-Ungarn keine Kirche höher gebaut werden soll als der aus dem 15. Jahrhundert stammende Südturm des Steffl. Dies beweist, dass auch die Habsburger vom wuchtigen Stephansdom in Wien äußerst beeindruckt waren.
Errichtet wurde dieser Prachtbau im Jahre 1137. Zumindest ist es nachweislich hinterlegt, dass in diesem Jahre genau an dieser Stelle eine Kirche stand, die eben in diesem Jahr geweiht wurde.


Um 1230 entstand der im romanischen Baustil errichtete Westteil des Doms, der bis dato noch sehr gut erhalten ist. In dieser Zeit wurden auch die Heidentürme erbaut.
Im 14. Jahrhundert wurde der romanische Bau ausgebaut. Allerdings schon im damals vorherrschenden gotischen Stil.


Im Jahre 1433 wurde nach mehrjähriger Bauzeit der charakteristische Südturm erbaut und 1474 wurden die Bauarbeiten am Schiff schließlich vollendet. Im 15. Jahrhundert bekam der Stephansdom in Wien im Wesentlichen das Aussehen wie es heute der Nachwelt erhalten geblieben ist.
Diese umfassenden Bauarbeiten bewirkten eine Vergrößerung der gesamten Kirche und als Folge dieser Maßnahmen wurde im Jahre 1469 Wien mit dem Stephansdom schließlich zum Bistum erhoben.
Im 16. Jahrhundert wurden vor allem in der Inneneinrichtung einige Kunstwerke im Stil der Renaissance erstellt.


1647 wurde die Inneneinrichtung im damals modernen Stil des Barocks umgebaut. Als im Jahre 1683 die Türken Wien belagerten um letztmalig das Abendland unter ihren Joch zu zwingen, wurde der Stephansdom durch Kanonenkugeln der Belagerer beschädigt. Als die Türken besiegt wurden, wurde aus den zurückgelassenen Waffen und Kanonen die sogenannte Pummerin, die größte Glocke des Wiener Stephansdoms gegossen.

 

Der schöne Stephansdom in Wien


Sie überstand viele Kriege und wird heute bei besonderen christlichen Festtagen wie beispielsweise Weihnachten oder Ostern geläutet.
Die markante Ziegelformation des österreichischen Bundesadlers auf dem Dach des Langschiffes stammt aus dem Jahre 1950. Diese befindet sich auf der Nordseite des Doms. Das auf der Südseite befindliche Wappen des österreichischen Kaisers Franz I, stammt aus dem 19. Jahrhundert.
Auch das Innere ist sehr interessant. So beherbergt der Wiener Stephansdom die sechstgrößte Kirchenorgel der Welt.

 

 


Des Weiteren befinden sich in der sogenannten Herzogsgruft Gräber einiger Deutscher Kaiser des sogenannten Heiligen Römischen Reiches. Die meisten seit Anfang des 14. Jahrhunderts regierenden deutschen Kaisern, sowie deren Frauen und Kinder, fanden hier ihre letzte Ruhestätte. Lediglich im Südchor in einem Hochgrab befindet sich noch ein anderes Grab eines deutschen Kaisers. Es ist das des Friedrich III.


In der Gruft sind, gemäß den damals vorherrschenden Brauch, außerdem die Eingeweide vieler Habsburger sowie die Erzbischöfe Wiens bestattet.
Diese interessanten geschichtlichen Fakten, sowie die Anlage selbst machen den Stephansdom in Wien zu einem begehrten Ausflugsziel in Österreich.

 

 


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