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Die Riegersburg


Die Marktgemeinde Riegersburg mit seinen 2.562 Einwohnern liegt im Südosten der Steiermark, idyllisch zwischen Weinbergen, Wiesen und Wäldern. Vor über zwei Millionen Jahren kam es in der Südoststeiermark zu über 40 Vulkanausbrüchen. Flüssiges Magma wurde durch teils explosionsartige Vulkanausbrüche ans Tageslicht befördert.


Auf dem Basaltkegel eines erloschenen Vulkanes steht die Riegersburg, ein touristisches Highlight. Im 12. Jahrhundert erhielt die Gemeinde Riegersburg eine Markterlaubnis. Von diesem Zeitpunkt an durfte die Gemeinde einen ständigen Markt abhalten, daher die Bezeichnung Marktgemeinde. Dieser Markt wurde von Markgraf Ottokar III gegründet und geschützt.

 

 

 

Auch die St. Martinskirche wurde in seinem Auftrag gebaut, mit dem Ziel, die Macht der Burgbesitzer zu schwächen. Der Markt war anfangs eher bescheiden, denn in der Umgebung waren bereits fast alle Handwerkszweige vertreten. Erst im 18. Jahrhundert gewann der Ort durch Maria Theresia, Erzherzogin von Österreich, an Bedeutung. Heute ist der Bürgermeister für den Markt verantwortlich.

 

In den letzten Jahren haben sich kleinere und mittelständische Unternehmen auf kulinarische Spezialitäten, wie beispielsweise den Vulcano Schinken, ein außergewöhnlicher Schinken nach italienischer Rezeptur, orientiert. Bei den Bauern und Winzern dieser Region zählt Qualität und nicht Quantität. Diese leckeren Köstlichkeiten werden im kulinarischen Herbst rund um die Riegersburg zur Verkostung angeboten und vor allem in den Buschenschanken serviert.


Für Sonnenhungrige und Badebegeisterte sind das 15.000 m² große Seebad mit Liegewiese und die Wasserrutsche genau das Richtige. Auf dem Volleyballplatz und den Tennisplätzen kann die eigene Kondition getestet werden. Noch mehr Ausdauer und Geschicklichkeit muss man im Hochseilgarten, der sich unterhalb der Riegersburg befindet, besitzen.


Ausgiebige Wanderungen durch das sanfte Hügelland vorbei an Wein- und Obstgärten, das ist Erholung pur. Auch mit dem Rad kann die Gegend rund um die Burg erkundet werden, es gibt zahlreiche ausgeschilderte Wege. Schon von weitem sichtbar, die Riegersburg. Der Aufstieg führt entlang der Wehrmauern, der sechs Toranlagen und elf Basteien, die die Burg einst sicherten.

 

Dieser Anblick lässt die bewegte Geschichte dieser Burg erahnen. Mit dem 2003 geschaffenen Schrägaufzug können auch ältere und behinderte Menschen ohne Mühe die Riegersburg erreichen. Die Burg, deren Name vom damaligen Besitzer, dem Grundherrn Rüdiger von Hohenberg zurück zuführen ist, wurde im 11. Jahrhundert auf der Nordspitze errichtet. Bis Anfang des 14. Jahrhundert wechselten mehrfach die Besitzer.

 

Erst viel später und zwar Ende des 16. Jahrhunderts wurde die Burg von dem Freiherrn von Stadtl im Stil der Spätrenaissance umgebaut. Prunkräume, wie der prächtige Rittersaal mit seinen Intarsienarbeiten, der Weiße Saal mit seiner dekorativen Stuckdecke oder die Deckengemälde im Römerzimmer sind Meisterstücke jener Zeit.


Mitte des 17. Jahrhunderts wurde Freifrau Elisabeth Katharina von Galler die neue Burgbesitzerin, eine für die damalige Zeit ungewöhnlich emanzipierte Frau. Sie ließ die Burg zur größten Festung des Landes ausbauen. Die Riegersburg wurde in den vergangenen Jahrhunderten nie erobert und war oft Zufluchtstätte für die Bewohner dieser Gegend.

 

 


Die Riegersburg, seit 1822 im Besitz der Familie Lichtenstein, beherbergt heute zwei Ausstellungen. Im Kellergeschoß befindet sich das „Hexenmuseum“. Im 17. und 18. Jahrhundert wurden unschuldige Menschen der Hexerei angeklagt. In der Südoststeiermark wurde Ende des 17. Jahrhunderts eine Vielzahl solcher Hexenprozesse durchgeführten.


In den Prunkräumen befindet sich die Ausstellung „Sagenhafte Riegersburg – Legendäre Frauen“. Hier wird auf anschauliche Weise die Geschichte der Burg dokumentiert auch im Hinblick der Freifrau Elisabeth Katharina von Galler, die den größten Ausbau der Burg veranlasste und deren Bedienstete, Katharina Paldau, die Opfer des Hexenwahns wurde.


Die neu gestaltete Taverne mit ihrem Gastgarten ist für das leibliche Wohl der Besucher zuständig, eine Spezialität ist der burgeigene Wein.

Dank der Familie Lichtenstein bleibt die eindrucksvolle Burganlage auch weiterhin erhalten. Mit den Eintrittsgeldern werden unter anderem die umfangreichen Instandhaltungs- und Erhaltungskosten finanziert.
Die Marktgemeinde Riegersdorf, ein kulturelles und kulinarisches Erlebnis.


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