Die Pöstlingbergbahn
Am linken Donauufer der Stadt Linz liegt der Pöstlingberg mit seinen 539 Metern Höhe.
Schon seit Mitte des 18. Jahrhunderts besuchten Wallfahrer den Pöstlingberg. Im Jahre 1720 wurde hier bereits eine Kapelle errichtet und 1749 begann der Bau der Basilika. Auch heute noch ist die berühmte Wallfahrtsbasilika ein wichtiges Ziel für den Tourismus.
Nachdem Anfang des 19. Jahrhunderts der Gipfel des Pöstlingberges aus militärischen Gründen abgeholzt wurde, entwickelte er sich mehr und mehr zum Ausflugsziel Der Besuch der militärischen Befestigungsanlagen zog viele Schaulustige an, viele Besucher kamen aber auch, da von dort oben nun eine großartige Aussicht über die Stadt Linz und das Umland möglich war.
So erschien bald der Bau einer Bergbahn, wie zu dieser Zeit auch anderswo in Europa mehrere gebaut wurden, lohnenswert und im Jahre 1898 wurde die Pöstlingbergbahn nach einer einjährigen Bauzeit fertig gestellt. Verschiedene technische Verbesserungen wurden seither durchgeführt, grundsätzlich ist die Bahn aber bis heute in der ursprünglichen Form in Betrieb.
Vom Linzer Bergbahnhof Urfahr führt diese steilste Adhäsionsbahn Europas auf den Pöstlingberg. 255 Höhenmeter überwindet die Bahn auf einer Fahrtstrecke von 2,9km, mit einer durchgängigen Steigung von 10.5 Prozent. Die Fahrt auf den Pöstlingberg, das Wahrzeichen der Stadt Linz, bietet nicht nur ein äußerst eindrucksvolles sondern auch ein nostalgisches Erlebnis.
In einem der 1830 auf dem Pöstlingberg erbauten Befestigungstürme befindet sich sehr romantisch gelegen die Bergstation der Bahn. Das an der Festungsmauer gelegene Hotel am Pöstlingberg mit seiner großartigen Aussichtsterrasse und die 1906 in einem weiteren Befestigungsturm erbaute Grottenbahn bieten ein lohnenswertes Ziel für einen Ausflug auf den Linzer Hausberg..
Die Pöstlingbergbahn verkehrt das ganze Jahr über im 20-Minutentakt und bietet nach wie vor äußerst günstige Tarife. 16 Minuten dauert die Fahrt vom Bergbahnhof –Talstation bis auf den Pöstlingberg. Die Pöstlingbergbahn kann auch für betriebliche und private Feiern oder individuelle Sonderfahrten gemietet werden.
Ein Ausflug mit der Pöstlingbergbahn ist eine lohnende und ereignisreiche Unternehmung.
Schon auf dem Weg zur Bergbahn findet sich die erste Touristenattraktion, der Linzer Tiergarten. Über 8000 heimische und exotische Tiere können hier bewundert werden.
Dann die nostalgische Fahrt mit der Steilbahn auf den Pöstlingberg, ein ganz besonderes Erlebnis. Auf dem Berg angekommen bieten sich neben der wunderschönen Aussicht zahlreiche verschiedene Möglichkeiten, um hier einen erlebnisreichen Nachmittag zu verbringen. Nicht nur die Wallfahrtskirche lädt zu einem lohnenden Besuch ein, auch für Kinder und jung gebliebene Erwachsene bieten sich hier noch weitere Attraktionen.
Neben gepflegten Spazierwegen findet sich auf dem Pöstlingberg ein abwechslungsreicher Waldspielplatz und in der ehemaligen Befestigungsanlage lassen sich oft Rehe beobachten. Ein großartiges und äußerst beliebtes Vergnügen für Jung und Alt ist die Fahrt mit der Grottenbahn, einem elektrisch betriebenen Zug in Drachenform. Der Drache führt die Besucher in eine fantastische Märchenwelt, in Seitengassen sind hier wunderbar beleuchtete Märchenszenen zu bewundern.
Vom März 2007 bis März 2009 bleibt die Bahn allerdings geschlossen, da eine „sanfte Modernisierung“ die Pöstlingbergbahn technisch auf den neuesten Stand bringen, die Strecke durch Verbindung mit der Straßenbahn verlängern und dennoch den nostalgischen Charakter erhalten soll. Hierbei werden sämtliche Gleise neu verlegt, eine Verbindung mit der Straßenbahn hergestellt und eine neue Bremstechnik kommt zum Einsatz.
Bisher verfügt die Pöstlingbahn über 13 zweiachsige Triebwagen. Drei offene, die nur im Sommerbetrieb eingesetzt werden können und zehn geschlossene Waggons für den Ganzjahresbetrieb. Ab 2009 sollen neben drei renovierten alten Triebwagen vier Neufahrzeuge eingesetzt werden, die behindertengerecht ausgebaut sind.
Ab März 2009 lädt Die Stadt Linz ihre Gäste dann wieder zum Besuch des Pöstlingsberges mit der neu renovierten und ausgebauten Pöstlingbergbahn ein.
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