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Die Burganlage Mitteleuropas Hohensalzburg
Hoch über die Mozartstadt Salzburg ragt die Hohensalzburg auf, sie überblickt das weite umliegende Land und die Stadt und ist die Hauptattraktion des Salzburger Landes.
Erzbischof Gebhard I. von Heffenstein legte 1077 den Grundstein für dieses mächtige Bauwerk, als der Investiturstreit zwischen Kaiser Heinrich IV. und dem Papst entbrannte, musste jedoch schon nach wenigen Jahren ins Exil nach Schwaben.
Erst unter seinen Nachfolgern wurde die Burg weiter gebaut. Um den romanischen Palast und den Wohnturm, dem heutigen Kern des Hohen Stocks, entstehen weitere Gebäude. Erzbischof Burkhard von Weisspriach baut den Glocken-, Trompeter-, Kraut- und Schmiedturm zur Verstärkung der Ringmauer Mitte des 15. Jahrhunderts dazu. Auch schützt er den Aufgang zum Nonnberg durch eine drei Meter dicke Mauer. Ende des selben Jahrhunderts kommt der Schüttkasten dazu unter seinem Nachfolger und Leonard von Keutschach baut die Burg als Zeichen seiner uneingeschränkten Macht noch weiter aus.
Die prachtvollen Fürstenzimmer kommen dazu sowie weitere Bauten, die einen bedeutenden Regierungssitz ausmachen. Türme und Stockhaus werden um mehrere Stockwerke erhöht und im Krautturm wird der Salzburger Stier als Schenkung der Stadt untergebracht, eine imposantes Orgelspiel. Kuchlturm und Bäckerei machen die Festungsanlage selbstständig und mit dem Reißzug gibt es die erste Transportanlage auf die Burg.
Die Gelder werden von dem Goldabbau im Tauernbergwerk abgezogen und in die Burg investiert, leider aber nicht ins das Land selber. Es beginnen die ersten Aufstände der Bauern, die um 1525 den Höhepunkt erreichen. Eine mehrwöchige Belagerung die auf das Aushungern ausgerichtet war, da ein Angriff nicht möglich war, wurde aber abgebrochen, als die Bauern die Ausweglosigkeit dessen erfassen.
In Wirklichkeit werden jedoch die Lebensmittel knapp und man greift zu einer recht eigentümlichen Strategie: der noch einigst übrig gebliebene Stier wird täglich andersfarbig angemalt und entlang der Burgmauern geführt. Dadurch entsteht der Eindruck einer noch vorhandenen Herde und die gewünschte Wirkung wird erzielt.
Die Burg in seiner fast 1.000jährigen Geschichte niemals eingenommen.
Erzbischof Paris von Lodron baut die Festung im 17. Jahrhundert zu einem militärischen Stützpunkt. Doch verliert sie an Bedeutung, Napoleon wird sie kampflos übergeben und 1816 in die Habsburger-Monarchie eingegliedert. 1900 wird die Standseilbahn gebaut und der Tourismus ist nicht mehr aufzuhalten.
Heute ist die Hohensalzburg die größte und besterhaltene Burganlage Mitteleuropas und eines der meist besuchtesten Ausflugsziele Österreichs. Auf diese 14.000 m² gebaute Burg gelangt man über den Kapitelplatz und durch die enge Festungsgasse. Man braucht ca. eine halbe Stunde zu Fuß, kann aber hier auch die Standseilbahn nehmen, die im 10minütigen Rhythmus fährt.
Von der Burg hat man einen atemberaubenden Blick auf die darunter liegende Stadt und das weite Land. Die weitläufige Anlage kann man alleine besichtigen. Die Innenräume wie die Galerie, die Folterkammer, der Aussichtsturm, den Salzburger Stier kann man mit einem Audio-Guide besichtigen, den es in deutsch, englisch, französisch, spanisch, italienisch, japanisch und russisch gibt.
Das Festungsmuseum zeigt viele Gegenstände aus den vergangenen Zeiten und die Fürstenräume sind von unvorstellbarer Pracht mit Holzpanelen, Wandmalereien, Schnitzereien, Goldverzierungen. Doch es werden auch regelrechte Führungen angeboten, wie zum Beispiel für die geheimen Ecken der Hohensalzburg, bei der man Räume sieht, die normalerweise nicht für die Öffentlichkeit geöffnet sind. Interessant ist auch das Museum des Erzherzogs Rainer Regimentes sowie das Marionettenmuseum. Des weiteren wird eine Multivisionsshow angeboten, die über die Geschichte der Burg aufklärt.
Es gibt auf der gesamten Burganlage mehrere Restaurants und Burgschänken sowie ein Besucher- und Informationszentrum, wo man zusätzliche Informationen und Material bekommt.
Die Hohensalzburg kann man ganzjährig besuchen, sie ist in den Wintermonaten ab 9.30 bis 17.00 Uhr geöffnet, von Mai bis September ab 9.00 bis 18.00 Uhr und im Juli/August bis 19.00 Uhr.
Die imposante Burg besticht nicht nur durch den guten Erhalt ihrer, sondern auch die Aussicht und das Flair sind einmalig.
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