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Die Großglockner Hochalpenstraße


3798 Meter ragt der Großglockner in die Höhe, es ist der höchste Berg Österreichs, wo er „der Majestät“ genannt wird. Er wurde schon immer auch als der gefährliche Berg der Alpen eingestuft, denn schwierige Witterungsbedingungen und keine befestigten Wege machten früher eine Überquerung oft unmöglich.

 

Trotzdem beweisen uralte Spuren am Hochtor den Mut der Menschen längst vergangener Zeiten. Archäologen entdeckten zum Beispiel ein vorkeltisches Bronzemesser und andere Fundstücke, Beweis, dass man den Berg an dieser Stelle schon vor 4000 Jahren überquert hat. Weitere Fundstücke aus keltischer und römischer Zeit, aus dem Mittelalter und Ketten an denen Galeerensträflinge im 17. Jahrhundert über den Berg geschleppt wurden sind Belege, dass das Hochtor am Großglockner schon immer ein wichtiger Verbindungsweg war.

 

 

 

Trotz aller Gefahren, es war auch ein mittelalterlicher Pilgerweg zur Wallfahrtskirche nach Heiligenblut. Das Hochtor am Großglockner war in der glorreichen Handelszeit des 17. Jahrhunderts nach dem Brenner und dem Radstädter Tauern der wichtigste Handelsweg.

 

 

 

Großglockner Alpenstrasse in Österreich

 

 

Nach dem Bau der Großglockner Hochalpenstraße, die Verbindung nach Kärnten, hat der majestätische Gipfel eine neue Dimension erhalten. Mehr als eine Million Besucher jährlich genießen die herrliche Aussicht entlang der Alpenstraße auf den Großglockner und den längsten Gletscher der Ostalpen, die Pasterze. Hier spürt man die Größe und die Macht der Berge, hier, wo das so genannte ewige Eis noch zu sehen ist, und das bequem mit dem eigenen Wagen.

50 Kilometer lang ist die Straße, die man nur mit einer Mautplakette befahren kann. Doch diese „Eintrittsgebühr“ ist nicht zu hoch, das Erlebnis rechtfertigt bei weitem den Preis. Man bekommt mit seiner Plakette in gedruckter Form noch alle nützlichen Informationen wie Streckenführung, Sehenswürdigkeiten und zur Ausstellung im "Museum Alpine Naturschau", wo man vieles über die Tier- und Pflanzenwelt des „Nationalparks Hohe Tauern“ erfährt. Zwei Informationszentren, verschiedene Schaupulte sowie sechs Lehrwege gehen noch mehr ins Detail und geben wertvolle Tipps.

Etwa 20 Kilometer von der Mautstelle entfernt, liegt das „Piffkar“ mit einem schönen Kinderspielplatz und einem Naturlehrpfad mit einem speziellen Thema: "Wasser". Schautafeln und Aufklärung über Vogelstimmen sind für Kinder wie gemacht, und die Gehzeit von etwa 30 Minuten ist für Kinder oft viel zu schnell vorbei. Während sich die Kinder auf dem Spielplatz austoben können, sollten sich Erwachsene die Sonderschau "Tauern-Passwege über die Alpen" nicht entgehen lassen. Es gibt aber noch weitere vier Themenspielplätze: „Die Goldgräberstätte“, „Bau der Straße“ „Schneevergnügen am Hochtor“ und „Vom Ei zum Schmetterling“. Alles unter dem Motto: spielerisches Lernen. Es ist wichtig, über alles, was man sieht, auch die notwendigen Hintergrund-Informationen zu bekommen – es steigert den Erlebniswert.

 

 

Der Großglockner Alpenweg

 

 

Den spektakulärsten Blick hat man nach etwa 27 Kilometern, hier beginnt eine Abzweigung zum höchsten Punkt der Alpenstraße, der Edelweißspitze mit 2571 Metern Höhe, umgeben von 30 Bergen, die alle über 3000 Meter hoch sind.

 



Hauptziel ist aber die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. Man steht vor dem längsten Gletscher der Ostalpen, namens Pasterze, vor einer faszinierenden Bergkulisse und vor einem außergewöhnlichen Besucherzentrum. Hier, wo man Murmeltiere aus der Nähe betrachten kann, wo der Besucher auf vier Stockwerken die Ausstellungen "Faszination Eis & Gletscher", "Reise der kaiserlichen Hoheiten Franz Josef und Elisabeth durch Kärnten", Erlebnispfad "Fels & Eis", aber auch das „Glockner-Kino“ und das interaktive „Glockner-Panorama“ bei freiem Eintritt erleben kann.

Der Bau der Straße war nicht unumstritten, die Bergsteiger und die Naturfreunde befürchteten eine Zerstörung ihrer Landschaft. Heute jedoch hat man sich arrangiert, obwohl durch den großen Besucherandrang die Verkehrsbelastung in den Sommermonaten ziemlich groß ist. Es wurde aber auch erkannt, dass man durch die vielfältigen Informationen einiges zum Schutz der Natur beitragen kann. Und hierfür ist die Großglockner Hochalpenstraße ein herausragendes Beispiel. Nur im Winter kann man die immer tief verschneite Hochalpenstraße nicht befahren, aber wer will dies schon?


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